• Aktuelle Meldung vom 19.07.2011:

    Dürrekatastrophe in Somalia

    von Mathias Weber
    Da in den letzten Monaten der Regen ausblieb, gibt es in Somalia eine große Dürrekatastrophe. Vor Hunger und Durst flüchten viele Somalis in die Nachbarländer Kenia und Äthiopien und sammeln sich dort in großen Flüchtlingslagern.
    Über die Hälfte der Somalis lebt als Nomaden und zieht von Wasserstelle zu Wasserstelle. Etwa ein Viertel der Somalis arbeitet als Bauern und das andere Viertel lebt in den Städten. Durch die Dürre können die Nomaden nicht mehr umherziehen, die Tiere sterben und damit fehlt die Lebensgrundlage der Nomaden. Auf den Feldern wachsen keine Pflanzen mehr, da es in der letzten Regenzeit praktisch nicht geregnet hat. Die Bauern können ihre Felder also nicht mehr bestellen und in den Städten explodieren die Lebensmittelpreise. Essen kann sich fast niemand mehr leisten. Verschärft wird die Lage durch die islamistische Gruppierung Al Shabaab, die vor zwei Jahren alle westlichen Hilfsorganisationen bedroht und aus dem Land geworfen hat. Dadurch wurden alle Strukturen der Hilfsorganisationen vor Ort zerstört. Da es nun zu einer Massenflucht kam, hat die Führung von Al Shabaab eingelenkt und kurzfristig zugesagt, dass die Helfer wieder innerhalb Somalias tätig werden können. Einige Mitarbeiter von UNICEF sind in den letzten Tagen in die Stadt Baidoa gereist, um dort Lebensmittel und Medikamente zu verteilen. In Mogadischu bereitet das Rote Kreuz zehn Hilfszentren vor, um die Menschen vor Ort zu versorgen.

    Trennlinie

Videos über Somalia:

Gefahr einer gesamtregionalen Bedrohung
22.07.2010 Al Jazeera English

kein Flashplayer vorhanden

» weitere Videos finden Sie hier...

© Copyright 2014 m.w. Verlag GmbH