• Aktuelle Meldung vom 16.05.2011:

    Themenabend "Somalia" im Fernsehen bei ARTE

    von Mathias Weber
    Am Dienstag, den 24.Mai 2011 gibt es einen Themenabend zum Thema "Somalia - Chaos am Horn von Afrika" bei ARTE mit zwei Hintergrundfilmen: 20.15 Uhr: Somalia und die Giftmüllmafia, 21.10 Uhr: Mogadischu, Hauptstadt in Trümmern.

    Es handelt sich um sehr interessante Hintergrundfilme über die Probleme in Somalia mit bisher unveröffentlichten Film- und Interviewaufnahmen. Die somalischen Interviews im ersten Film wurden von dem Somalia-Experten Abdirizak Sheikh in die deutsche Sprache übersetzt.

    Der Pressetext von ARTE zu den Filmen:

    "Somalia gehört zu den ärmsten und politisch instabilsten Ländern der Erde. Große Teile der Bevölkerung leiden Hunger, ein stabiler Rechtsstaat existiert nicht und vor den Küsten operieren Piraten, die auch vor der internationalen Schifffahrt nicht haltmachen. Der Themenabend beschreibt die Lage am Horn von Afrika und sucht gleichzeitig nach den Ursachen für den desolaten Zustand des Landes.

    Fundamentalismus, Piraterie, Flüchtlingsströme, Giftmüllhandel - Somalia ist auf regionaler und internationaler Ebene zum Brennpunkt und zum Schauplatz zahlreicher Übel und Missstände geworden. Wegen der zunehmenden Piratenangriffe auf internationale Schiffe ist das Land am Horn von Afrika auch politisch wieder auf die internationale Agenda gesetzt worden.
    Doch was kann die Völkergemeinschaft gegen die Seeräuberei unternehmen? Wie kann sie den Piraten das Handwerk legen? Wie den Seehandel schützen? Wie das Versenken radioaktiver Müllfässer aus dem Westen in den Gewässern vor Somalia unterbinden? Der Themenabend liefert eine Bestandsaufnahme und unternimmt gleichzeitig den Versuch, die Ursachen für die derzeitige desolate Situation am Horn von Afrika zu erklären.

    Somalia und die Giftmüllmafia
    (Frankreich, 2010, 53mn)

    Dienstag, 24. Mai 2011 um 20.15 Uhr

    Wiederholungen:
    09.06.2011 um 10:00

    Vor den Küsten Somalias, dem bitterarmen Land am Horn von Afrika, wird seit Jahren giftiger Müll im Meer versenkt. Während ausländische Geschäftemacher hier eine ergiebige Geldquelle aufgetan haben, leidet die Bevölkerung Somalias unter den gesundheitsschädlichen Folgen dieses illegalen Treibens.

    Um eine Tonne Giftmüll vor der Küste Somalia abzuladen, werden lediglich 2,50 US-Dollar fällig. Das macht die Gewässer vor den Toren des bitterarmen ostafrikanischen Landes zur billigsten Müllhalde der Welt. Während diese illegale Müllentsorgung eine ergiebige Einnahmequelle für ausländische Geschäftemacher ist, macht der giftige Abfall, der zumeist aus den reichen Ländern Europas stammt, Hunderte von Somaliern krank.
    Aber wer lädt hier wirklich seinen Müll ab und wer profitiert von diesem verbrecherischen Treiben? Zwei italienische Journalisten mussten entsprechende Recherchen bereits mit ihrem Leben bezahlen. Bei der Suche nach Antworten stößt die Dokumentation auf eine Verquickung von italienischer Mafia, somalischen Piraten und schmutzigen Giftmüllgeschäften

    Mogadischu, Hauptstadt in Trümmern
    (Frankreich, 2010, 51mn)
    "Dienstag, 24. Mai 2011 um 21.10 Uhr

    Wiederholungen:
    09.06.2011 um 10:55

    Die Gewässer am Horn von Afrika sind für die internationale Schifffahrt eine riskante Region geworden. Vor den Küsten Somalias operieren Piratenverbände, die selbst große Schiffe entführen und deren Eigner um Lösegeld erpressen. Wer sind diese Piraten und warum existiert dieses Phänomen ausgerechnet vor der Küste des bitterarmen und von Bürgerkriegen zerrissenen Landes Somalia?


    Im Golf von Aden ist die Seefahrt zum Risiko geworden. Piraten destabilisieren die Region am Horn von Afrika, die den Zugang zum Roten Meer bildet und damit auf dem Weg zum Mittelmeer liegt. Das bereitet den am Welthandel beteiligten internationalen Unternehmen und Staaten große Sorgen. Aber warum haben somalische Fischer ihre Netze gegen Waffen eingetauscht?
    Die Dokumentation des Filmemachers Thomas Dandois beleuchtet die jüngste Geschichte Somalias vor dem Hintergrund des lokalen, regionalen und internationalen Geschehens, denn nur so werden die in den letzten Jahren entstandenen Phänomene Piraterie und Scharia-Miliz wirklich verständlich. Betrachtet man die Ereignisse der letzten 20 Jahre, angefangen vom Sturz des Diktators Siad Barre über die von der UNO beschlossenen militärischen Interventionen der 90er Jahre, insbesondere die Operation "Restore Hope" und die kurzzeitige Befriedung durch die Union Islamischer Gerichte zu Anfang dieses Jahrtausends.
    Bis hin zum aktuellen Konflikt zwischen der Übergangsregierung und den islamischen Milizen, die von sich behaupten Al-Quaida anzugehören, scheint das Land immer tiefer im Chaos zu versinken. Die bitterarme Bevölkerung Somalias leidet unter dem seit Jahrzehnten anhaltenden Bürgerkrieg, den politischen Instabilitäten und den humanitären Katastrophen."


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Videos über Somalia:

Im Land der Piraten
08.02.2013 SPIEGEL.TV

Im Land der Piraten - SPIEGEL.TV

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