• Aktuelle Meldung vom 12.07.2010:

    Bombenanschlag von Al-Shabaab in Uganda

    Am 11.Juli 2010 starben bei Bombenanschlägen der Al-Shabaab in Kampala (Uganda) 76 Menschen. Kurz vor Ende der Fußballpartie Holland gegen Spanien explodierten drei Bomben zeitgleich in zwei Bars. In dem Rugby Club und dem äthiopischen Restaurant schauten sich die Menschen das Finale der Weltmeisterschaft in Südafrika an.
    Ein Tag danach übernahm die Al-Shabaab-Miliz aus Somalia die Verantwortung. Der Sprecher der Miliz Ali Muhamad Rage sagte vor Journalisten: „Unsere Kämpfer haben die Explosionen wie vorgesehen gezündet.“ Als Grund gab der Kommandeur der Al-Shabaab Sheikh Yusuf Isse an, dass „Uganda gegen den Islam“ sei. Uganda stellt ein Kontingent von Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) in Somalia. Die Friedenstruppen wurden von der AU eingesetzt, um das desolate Land zu stabilisieren und die Übergangsregierung zu schützen, die von den islamischen Milizen der Al-Shabaab bekämpft wird.
    Al-Shabaab, die sich öffentlich zu ihrer Zugehörigkeit zum Terrornetzwerk Al-Qaida bekannt hat, wurden für diese Aktion international scharf kritisiert. Bundesaußenminister Westerwelle verurteilte die „Niedertracht“ dieser heimtückischen Tat. Präsident Obama bot dem ugandischen Präsidenten Museveni an, ihn bei seiner Suche nach den Drahtziehern zu unterstützen.
    Obwohl Analysten wie Gus Salassie davon ausgehen, dass sich nun immer wenigere Truppen an den Friedenstruppen beteiligen werden, hält der Vize-Außenminister Ugandas Oryem am Somalia-Einsatz fest.
    Der Anschlag zeigt, dass die somalische Miliz fähig ist, ihren Terror auch außerhalb der Landesgrenzen von Somalia zu verbreiten. Damit besteht eine akute Gefahr für ganz Afrika.
    In diesem Jahr ist Uganda (in Kampala) Gastgeberland des AU-Gipfels (25. Juli 2010), bei dem Somalia vermutlich ganz oben auf der Agenda stehen wird.

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Videos über Somalia:

Im Land der Piraten
08.02.2013 SPIEGEL.TV

Im Land der Piraten - SPIEGEL.TV

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